Von vielen vergessen: Energiepolitische Folgen eines Mietendeckels

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Von vielen vergessen: Energiepolitische Folgen eines Mietendeckels

Eine zunehmende Verstädterung und der Zuzug in die Ballungszentren benötigen einfallsreichere und kompetentere Lösungen als ein staatliches Eingreifen in den freien Markt. Es ist augenscheinlich eine Verzweiflungstat einer Stadtregierung unter Mitwirkung der Linken und der Umweltpartei Bündnis 90 Die Grünen, sich einer zu kurz gedachten Idee wie dem Mietendeckel zu verschreiben. Das Einfrieren oder gar Absenken von Mieten ist eine durch und durch populistische Maßnahme, die nichts mit verhältnismäßigem Abwägen zu tun hat. Dabei sollte man meinen müssten doch gerade die Grünen erkennen, wie rückwärtsgewandt diese Idee ist.

Erneuerbare-Energien-Gesetz

​Seit 2000 haben wir nämlich ein Erneuerbare-Energien-Gesetz – und mit ihm weitreichende Ziele in sämtlichen Bereichen. Wir wollen die Energiewende. Wir wollen den Kohleausstieg. Wir wollen klimaneutrales Wohnen und die Reduktion des Ausstoßes von CO2. Doch vergessen wir nicht, dass Wohnungsbau ein höchst klimaintensives Segment darstellt, das auf Experten in den unterschiedlichsten Bereichen baut und bauen muss.

Erst durch Sanierungen kann sichergestellt werden, dass wir hier im 21. Jahrhundert ankommen – und die Sanierungsrate in Berlin ist beileibe zu niedrig. Anreize sollten daher für Vermieter gesetzt werden, anstatt ihre Bestrebungen nach finanzieller Unabhängigkeit zu gefährden und Bürokratiemonster zu schaffen, die ihnen wertvolle Arbeitszeit stehlen. Prellen wir Investoren und Vermieter, so bringen sie nicht das Erneuerbare-Energien-Gesetz durch energetische Sanierungen und moderne technische Umsetzungen näher an seine Erfüllung.

Generalverdacht ohne Beleg

Stattdessen wird ein Generalverdacht ausgesprochen: Vermieter seien allesamt in die eigene Tasche arbeitende Habgierige, die sich in keiner Weise ihrer Verantwortung für Mensch und Natur bewusst sind. Der positive Effekt ihrer Interventionen bleibt unerwähnt: Sie schaffen doch den so dringend gebrauchten Wohnraum; Und oft sind ihre Intentionen dabei ehrbar. Etwa sichern Vermieter mit ihrem Besitz privat ihre Altersvorsorge ab. Aber vor allen Dingen stellen sie sicher, dass Standards erfüllt werden, ohne die die ambitionierten Klimaziele Deutschlands kaum zu erfüllen sind.

Auch Luxuswohnungen für Wohlhabende sind ein Bonus für eine Stadt, denn wenn betuchte Berliner in ihrer Stadt Dinge zum Besseren verändern wollen, profitiert davon nicht bloß ihr Geldbeutel. Sie sorgen für die energetische Meisterleistung, dass manches Mal ganze Quartiere klimaneutral gestaltet werden können.

Investitionen sind enorm riskant – und müssen sich daher lohnen dürfen

Um die Attraktivität der Berliner Immobilien langfristig nicht zu torpedieren, kann ein Mietendeckel also mitnichten der richtige Weg sein. Ein derartiger Eingriff in die individuelle Freiheit schadet letzten Endes den Berlinern und Berlinerinnen – denn es ist das Gegenteil von dem, was Weltoffenheit und Vielfalt bedeuten. Wenn hier niemand mehr gewillt ist, zu investieren und zu verändern, dann leidet darunter die Lebensqualität aller Bewohner. Es muss sich für Vermieter lohnen dürfen, dass sie tätig werden und Wohnraum schaffen und auf heutige Standards bringen. Den immense Berliner Wohnungsbedarf durch einen Mietendeckel zu gefährden, der Investitionen aus der Hauptstadt weglenkt, wäre ein massiver Wettbewerbsnachteil für die Hauptstadt. Wer wie Maik Uwe Hinkel in der DDR gelebt hat, versteht die Notwendigkeiten die das Leben in einem unfreien, linken Kontrollstaat entstehen. Wie sich dessen Eingriffe auf die Lebensqualität, die persönliche Freiheit und die Umwelt negativ auswirken.

 

Bilder:
Romolo Tavani/Adobe Stock
Ronny Behnert/Adobe Stock

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